Wanderexkurison: Ein archäologischer Streifzug am Baldeggersee

Samstag, 9. Mai 2026, Bahnhof Baldegg Kloster

Der diesjährige Wanderausflug führt uns ins Seetal und an die Ufer des Baldeggersees.
Zusammen mit Christian Harb und Fabian Küng von der Kantonsarchäologie Luzern
entdecken wir die Geschichte und die archäologischen Fundstellen im Gebiet. Unsere
gut 2 Stunden dauernde Wanderung führt uns zu UNESCO Weltkulturerbestätten und
mittelalterlichen Megalithtürmen.

Details finden Sie in der Einladung.

Der Ausflug findet statt. Bitte nehmen Sie geeignete Kleidung, gute Schuhe sowie Regen- resp. Sonnenschutz mit.

Kinderanlass: Sonderausstellung „hûs, stat, fëld“ mit Workshop-Besuch

Samstag, 25. April 2026, im Museum Burg Zug, Zug

Wie war das Leben vor 700 Jahren – ohne Schokolade, Strom und Kühlschrank…?

Im Museum Burg Zug reisen wir gemeinsam ins Mittelalter: Wir entdecken, was die
Menschen assen, wie sie lebten, und wir arbeiten selbst wie echte Handwerker. Ob
Steine behauen, Löffel schnitzen oder mit Feder schreiben – hier wird ausprobiert,
gestaunt und gelacht.

Geeignet für Kinder und Jugendliche ab dem Primarschulalter. Die Kinder können idealerweise kurze Texte selber lesen und verstehen. Auch Nicht-Mitglieder sind willkommen! Infos und Anmeldung unter info@avlu.ch (Anmeldeschluss 18.04.2026).

Die Kosten werden vom AVL mit Ausnahme des Zugbilletts übernommen.

22. Generalversammlung und Vortrag „Ein Blick aufs archäologische Jahr 2025 im Kanton Luzern“

Mittwoch, 11. März 2026, 19.00 Uhr, Luzern, Mittelschulzentrum, Hirschengraben 11, Hörsaal, 3. OG
mit anschliessendem öffentlichen Vortrag um 20 Uhr „Hügelgräber und Hausgeschichten – Ein Blick auf das archäologische Jahr 2025 im Kanton Luzern„ von Dr. Christian Auf der Maur, Kantonsarchäologe Luzern

Wir laden alle Mitglieder herzlich zu unserer Jubiläums-Generalversammlung ein.

Zum nachfolgenden Vortrag des Luzerners Kantonsarchäologen , Dr. Christian Auf der Maur, sind auch weitere Gäste herzlich willkommen: 2025 war archäologisch ein vielseitiges und herausforderndes Jahr im Kanton Luzern. Die wachsende Anzahl Feldinterventionen ergaben einige Überraschungen, sei es unter Parkplätzen, in Leitungsgräben, im See oder in Gebäuden. Ein Highlight war die Rettungsgrabung eines bronzezeitlichen Hügelgrabes mit ungestörtem Körpergrab in Dagmersellen Buchs-Grundwald. Unerfreulich hingegen ist die Erkenntnis, dass die ältesten Bauten in den Seeufersiedlungen schlecht erhalten sind. Die 2025 durchgeführte Pilot-Analyse bestätigt demnach die Vermutung der Kantonsarchäologie. Für das laufende und die kommenden Jahre sind dementsprechend richtungsweisende und spannende Projekte in Aussicht.

Mittelalterliches Töpferhandwerk in Luzern – Die faszinierenden Funde der archäologischen Grabung Stadthofstrasse 14-16

Mittwoch 14. Januar 2026, 20.00 Uhr, Öffentlicher Vortrag
Hörsaal 307, Mittelschulzentrum am Hirschengraben 10, Luzern (Lift zugänglich ab 19:45 Uhr)

Als 1991 die Ausgrabung beim heutigen Hotel Hofgarten an der Luzerner Stadthofstrasse in Angriff genommen wurde, ahnte noch niemand, dass sie eine der bedeutendsten Entdeckungen zum spätmittelalterlichen Töpferhandwerk der Schweiz liefern würde: Unglaubliche 58’000 Scherben von Ofen- und Geschirrkeramik konnten geborgen werden. Sie stammen aus der Abfallhalde einer Hafnerwerkstatt der Zeit zwischen 1380 und 1420.

Über dreissig Jahre nach der Grabung können diese einzigartigen Funde nun endlich wissenschaftlich untersucht und publiziert werden. Die Keramikexperten Eva Roth Heege und Andreas Heege sind ausgewiesene Meister ihres Fachs und werden uns einen faszinierenden Einblick in das mittelalterliche Handwerk, die Arbeitsweise und die Produktepalette dieser Luzerner Hafnerei geben.

Auf den Spuren römischer Legionäre in den Bünder Alpen – Ein Gefechtsfeld und ein Militärlager im Oberhalbstein

Öffentlicher Vortrag, Mittwoch 12. November 2025, 20 Uhr
Achtung! Neuer Ort: Luzern, Mittelschulzentrum am Hirschengraben 10, Hörsaal 307

Herbstvortrag von Dr. phil. Hannes Flück – Archäologe und Co-Leiter des interdisziplinären Forschungsprojekt CVMBAT

Die Uni Basel und der Archäologische Dienst Graubünden führen seit 2021 ein Forschungsprojekt im Surses, zwischen Tiefencastel und dem Septimerpass durch. Die systematische Begehung des Geländes mit Metalldetektoren unter Mithilfe zahlreicher Freiwilliger förderte ein umfangreiches Fundensemble zu Tage, das eindeutig ein Kampfgeschehen in der Zeit kurz vor Christi Geburt belegt. Es handelt sich um das einzige bisher sicher nachgewiesene römische Gefechtsfeld in der Schweiz. Dank der Neuvermessung der Geländeoberfläche konnte zudem auf einer Höhe von 2200 m ü. M. ein kleines Militärlager entdeckt und in den letzten beiden Sommern untersucht werden. Zusammen mit den Funden vom Gefechtsfeld sowie weiteren Fundstellen und Funden u. a. von der Passhöhe des Septimerpasses erlaubt dies, eine römische Militäreinheit über eine Distanz von 70 km gesichert zu verfolgen. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden zudem experimentell-archäologische Projekte zum Schiessen mit Schleuderbleien oder zum Verschieben der Truppe mit Maultieren im alpinen Gelände gemacht.

Öffentlicher Vortrag – Gäste sind herzlich willkommen!